Wir sind für Familien mit schwerkrankten Kindern da, auch über die Klinikgrenzen hinaus

Erkrankt ein Kind schwer, verletzt sich mit Folgen, wird viel zu klein oder mit einer Behinderung geboren, befindet sich die gesamte Familie plötzlich in einer Ausnahmesituation. Zu dem emotionalen Schock kommen soziale und finanzielle Belastungen, die sie von einem Tag auf den anderen bewältigen müssen. Ein Team der Charité ist in dieser schweren Zeit für sie da. 

In Kooperation mit dem Kindergesundheitshaus e.V. begleiten Experten der Charité Betroffene auf dem Weg vom behüteten Klinikaufenthalt in ein selbstbestimmtes Leben. Das Team aus Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen sowie Pflegekräften der Charité berät Familien auch über die Klinik hinaus, vernetzt mit Hilfseinrichtungen und stärkt Betroffene darin, die neue Situation selbstständig zu meistern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Charité besuchen die Familien dazu regelmäßig zu Hause und stehen auch telefonisch rund um die Uhr für wichtige Fragen und nichtmedizinische Notfälle zur Verfügung.

„Ich spreche mit vielen Eltern, die Angst haben, ihr Kind beim Verlassen der Klinik nicht kompetent versorgen zu können. Sie fühlen sich allein, haben Angst, wie sie mit der Erkrankung umgehen sollen, benötigen Beratung und Orientierungshilfen. Mit der sozialmedizinischen Nachsorge schließen wir die Lücke zwischen stationärer und ambulanter Versorgung. Die Familien sind dankbar, auch nach dem Klinikaufenthalt neben dem Kinderarzt jederzeit einen ihnen bekannten Experten erreichen zu können und Ansprechpartner an Ihrer Seite zu wissen, die sie kennen und die direkt zu ihnen kommen.“


Dr. Theodor Michael, Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) (bis April 2015)

 

Die Erfahrungen zeigen, was die sozialmedizinische Nachsorge für die Familien bewirken kann: Durch die Betreuung des Expertenteams über die Klinikgrenzen hinaus sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Wiederaufnahme, Klinikaufenthalte werden kürzer, der Behandlungserfolg wird langfristig gesichert. Zahlen, hinter denen Erfolgsgeschichten stehen, selbstbewusstere und glücklichere Familien.

Die sozialmedizinische Nachsorge ist eine gesetzliche Regelleistung und steht allen betroffenen Familien zu. Doch in Berlin werden nur 70 Prozent der beantragten Nachsorgeleistungen von den Krankenkassen finanziert. Zudem erfolgt die Bewilligung der Leistung in einem zeitaufwendigen Prozess. Damit die Betroffenen besonders in der sensiblen Phase des Übergangs von der Klinik in den selbstbestimmten Alltag die oft dringend benötigte Unterstützung erhalten können, tritt daher aktuell das Kindergesundheitshaus e.V. am Charité Campus Virchow in Vorleistung und muss im nächsten Schritt auf die Bewilligung hoffen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Charité werden ehrenamtlich oder auf Minijob-Basis aktiv.

Helfen Sie uns, für betroffene Familien da zu sein!

Die sozialmedizinische Nachsorge an der Charité benötigt dringend personelle Verstärkung durch Sozialarbeiter, um die Familien besser zu unterstützen, auch bei der Bewältigung bürokratischer Hürden.

Sie wollen das Projekt fördern und haben Fragen? Gerne sind wir für Sie da!

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