Achtgeben, dass keiner strandet – wir helfen Müttern und Vätern, gute Eltern zu werden.

An der Charité kommen jährlich fast 5.000 Kinder zur Welt. Wir fühlen uns für all diese Neugeborenen mitverantwortlich und wollen, dass sie den bestmöglichen Start ins Leben haben. Die Babylotsen vermitteln jungen Eltern deshalb bei Bedarf auf Wunsch frühzeitige Hilfen - um sie in ihrer Verantwortung zu unterstützen und den Kindern ein behütetes und gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

"Wenn ein Baby zur Welt kommt, steht das Leben Kopf. Alle Eltern wollen gute Eltern sein, doch manche Familien geraten dabei an ihre Grenzen, vor allem, wenn sie sehr jung oder besonders belastet sind. Ein fehlendes familiäres Umfeld, aber auch finanzielle Sorgen, Integrationsprobleme, körperliche Erkrankungen oder psychische Belastung sind die häufigsten Gründe, aus denen sich die Eltern mit Babys überlastet fühlen. Leider haben die erschwerten Rahmenbedingungen sehr häufig auch eine negative Auswirkung auf die gesundheitliche Entwicklung der Kinder. Die Babylotsen sprechen mit den Familien, unterstützen, vermitteln Hilfe - und geben Acht, dass keiner strandet."

Prof. Dr. med. Wolfgang Henrich, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin

 

Das Präventionsprojekt richtet sich an alle Familien, deren Kinder in der Charité geboren werden und bietet Rundum-Hilfe bei kleinen und großen Sorgen. Die Idee: Kriesen verhindern, bevor sie entstehen. Die Babylotsen erkennen Probleme und den Bedarf an Unterstützung, sprechen mit den Müttern während ihres Aufenthaltes in der Klinik und vermitteln passgenaue Beratung und Hilfe. Das Angebot ist willkommen und dringend notwendig: An 86 Prozent der Familien, auf die die Babylotsen zugehen, vermitteln sie weiterführende Unterstützung, beispielsweise in Form von langfristiger Begleitung durch Familienhilfen und -hebammen. Sie lotsen in  Netzwerke und Einrichtungen wie Familienzentren und kümmen sich um Unterstützung bei Anträgen. Den Familien entstehen dabei keine Kosten.

Die Mütter sind für diese Hilfe dankbar: "Die Unterstützung durch die Babylotsin hat mir geholfen, ich hätte sonst gar nicht gewusst, wo ich mich hinwenden muss", bedankt sich eine junge Mutter. "Ich fühle mich jetzt sicherer, dass ich das mit dem Baby schaffe. Danke, dass Sie mir geholfen haben“, schreibt eine andere. Dankes-Briefe wie diese erreichen die Babylotsen viele.

Die Familien sind dankbar, den Kindern ermöglichen die Babylotsen den gleichberechtigten Start ins Leben.

Damit Babylotsen vielleicht schon bald nationaler Standard werden, wird das Angebot wissenschaftlich begleitet. Dabei wertet die Charité detailliert die Erfolge des Programms aus, vergleicht die Entwicklung der "Babylotsen-Kinder" mit Gleichaltrigen, die keine Hilfe erhalten haben. Die  Erfahrungen mit den Familien sind sehr positiv. Eine wissenschaftlich bestätigte stabilere Eltern-Kind-Bindung und im Vergleich weniger belastete Eltern könnten dann bald dazu führen, dass in Deutschland noch mehr Babylotsen die Kleinsten auf ihrem Weg ins Leben begleiten.

Kontakt für Eltern

CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Klinik für Geburtsmedizin

E-Mail: info-babylotse(at)charite.de 

Internet: http://babylotse.charite.de

 

 

 

 

Unterstützen Sie dieses innovative Projekt und helfen Sie uns, für Babys und Familien da zu sein!


Die Nachfrage nach unserem Angebot ist sehr groß. Wir wollen dieses wegweisende Modellprojekt langfristig am Leben erhalten und mit weiteren Babylotsen noch mehr Kinder auf ihrem Weg ins Leben begleiten.

Sie wollen das Projekt fördern und haben Fragen? Gerne sind wir für Sie da!


Einblicke in unsere Arbeit

Zum Starten des Videos bitte klicken

Die Medien über das Projekt

Bundesinitiative Frühe Hilfen im Gespräch mit Babylotsin Nurina Nazmy

Das Modellprojekt Babylotsen der Charité hat wichtige Impulse gesetzt. Babylotsen sind jetzt auch im Vivantes-Klinikum Neukölln im Einsatz:

Öffnet externen Link im aktuellen FensterBabylotsen für Kinderschutz
rbb Abendschau, 06.02.2015

Öffnet externen Link im aktuellen FensterDie Babylotsen im rbb